Die Pain Reprocessing Therapy (PRT) basiert auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass viele chronische Schmerzen, sowie andere Beschwerden, nicht auf Gewebeschäden oder Krankheit zurückzuführen sind, sondern auf Fehlinterpretationen von harmlosen Körpersignalen durch das Gehirn.
Sie quälen sich seit geraumer Zeit, vielleicht schon seit vielen Jahren, mit chronischen Schmerzen / Symptomen durchs Leben, haben sich evtl. schon mehreren schulmedizinischen Untersuchungen unterzogen, aber es will sich einfach keine organische Ursache finden, die sich therapieren ließe?
Dann gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Symptome neuroplastischen Ursprungs sind. Das heißt wohlgemerkt nicht, dass ihre Schmerzen / Symptome bloß „eingebildete Leiden“ darstellen, sondern ihre Symptome sind ganz real, und so real lassen sie sich auch bekämpfen.
„Unlearn your pain von Dr. Schubiner“
„Wege aus dem Schmerz von Alan Gordon und Alon Ziv“
Die Grundannahme besteht darin, dass körperlich empfundene Beschwerden, wie alle anderen Reiz-Reaktionen des Körpers auch, letztlich Interpretation des Gehirns darstellen. Manchmal beruht diese Interpretation auf somatisch identifizierbaren Zusammenhängen, manchmal handelt es sich dabei aber auch um neuroplastische Symptome, die durch eine darauf abgestimmte Gesprächstherapie behandelt werden können.
Weitere Fragen und Anregungen zur Abklärung HIER.
– Aussteigen aus einem permanenten Alarmzustand rund um die Beschwerden.
– Vielleicht hat der Alarmzustand des Nervensystems und Körpers einmal Sinn ergeben und eine verletzliche Stelle geschützt. Oft bleibt der Stresszustand aber auch nach dem Vorüberziehen der Bedrohung aktiv, ohne dass wir es merken. Dies kann dazu führen, dass Symptome vom Gehirn aufrecht erhalten werden, die inzwischen destruktiv geworden sind.
– Wir arbeiten daran, aus diesem Alarmzustand auszusteigen und dem Gehirn beizubringen, sich sicherer zu fühlen, wenn keine Gefahr besteht. Dadurch interpretiert es bestimmte Signale nicht mehr als Bedrohung und benötigt somit nicht mehr die Sprache des Schmerzes oder anderer neuroplastischer Symptome.
Dies kann z.B. bedeuten:
– eine neue Erklärung für den Ursprung des Schmerzes zu finden, alte, hinderliche und unkorrekte Erzählungen loszulassen.
– daran zu arbeiten, wie man mit sich spricht und umgeht, wenn die Symptome kommen.
– Abwehr und Verurteilung / Frustration / Wut / emotionalen Stress im Zusammenhang mit dem Schmerz / den Symptomen abbauen und verarbeiten.
– Selbstregulation bei emotionalen Herausforderungen.
– den inneren Dialog konstruktiver gestalten.
– gesunde Ablenkung vom Schmerz und vom Gedankenkreisen.
– sanfte Expositionstherapie
– frühes Erkennen destruktiven Verhaltens – sowohl im Innen als auch im Außen – und das Entwickeln wirksamer Strategien, um daraus auszubrechen.
– Ressourcen entdecken und nutzbar machen.
– die Angst vor scheinbar gefährlichen Aktivitäten verlieren und wieder mehr Mut fassen.
Dr Schubiner hat zur wissenschaftlichen Erforschung der PRT viel veröffentlicht. Hier geht es zu einigen Artikeln auf seiner Seite – UNLEARN YOUR PAIN .COM
Über die Boulder Back Pain Study gibt es sogar einen Film.
HIER geht es zum Film
Gerade für hochsensible Menschen halte ich diese Methode für sehr vielversprechend, insbesondere deshalb, weil durch die Erfahrung von Selbstwirksamkeit durch selbst vorgenommene Korrekturen das Selbstbewusstsein und die Resilienz stärkt
Ja, es ist denkbar, dass ein Teil der Beschwerden organischen Ursprungs ist und ein anderer neuroplastischen Ursprungs, d.h. schulmedizinische Therapieformen und eine PRT können sich sinnvoll ergänzen.
Ich beantworte sie gerne. Einfach melden.